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4.0.Usability

4.0.Usability    4.1.Grundprinzipien

4.1.Grundprinzipien

Das Thema der Benutzerfreundlichkeit ist Leitgedanke des Online-Eco-Systems. Die folgenden Überlegungen müssen in die Entwicklung einer jeden Anwendung oder Website mit einfließen.

4.0.Usability      4.1.Grundprinzipien      4.1.1.Was ist "Usability"?

4.1.1.Was ist "Usability"?

Die Norm EN ISO 9241 "Ergonomie der Mensch-System-Interaktion" beschreibt im Teil 11 Usability bzw. "Gebrauchstauglichkeit" wie folgt:

"Usability ist das Ausmaß, in dem ein Produkt durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen."

Daraus ergeben sich für die Anwenderfreundlichkeit einer Software - abhängig von ihrem Nutzungskontext (wie den Benutzer, die Arbeitsaufgabe, die Arbeitsmittel sowie die physische und soziale Umgebung) -, die folgenden drei Leitkriterien bzw. Messgrößen:

  • Effektivität zur Lösung einer Aufgabe
    Die Genauigkeit und Vollständigkeit der Zielerreichung (d.h. wird die Aufgabe gelöst?).
  • Effizienz der Handhabung des Systems
    Die eingesetzten Ressourcen für Zielerreichung, Zeit und Material (d.h. wie schnell wird die Aufgabe mit dem System gelöst?).
  • Zufriedenheit der Nutzer einer Software
    Das subjektive Empfinden der Interaktion (d.h. akzeptieren die User die Lösungswege, die das System anbietet?).
4.0.Usability      4.1.Grundprinzipien      4.1.2.Wie unterstützt ein Styleguide dabei?

4.1.2.Wie unterstützt ein Styleguide dabei?

Ein Styleguide bzw. die Befolgung desselben kann maßgeblich zur Erreichung der drei Leitkriterien der Anwenderfreundlichkeit beitragen, sowohl in Richtung Entwickler als auch Endanwender:

  • Effektivität
    Verbesserte Qualität: Die Zeit, die benötigt wird um Benutzeroberflächen zu entwerfen, wird reduziert, da grundlegende Richtlinien klar dokumentiert sind, Werkzeuge geteilt, und Best-Practice-Leitlinien für andere Entscheidungen verfügbar sind.
  • Effizienz
    Verbesserter Prozess: eine Benutzeroberfläche wird insgesamt als Ganzes besser "zusammenarbeiten", weil gemeinsame und konsistente Design-Richtlinien zur Verfügung stehen. Entwicklung von ersten Prototypen wird effektiver, weil weniger Nacharbeit erforderlich ist um Usability-Probleme zu lösen.
  • Zufriedenheit
    Verbesserte Usability: Die Benutzerfreundlichkeit wird verbessert werden, sowohl für die Entwickler und Anwender. Entwicklern fällt die Erstellung von konsistenten und ansprechenden Oberflächen leichter, während Anwender von der erhöhten Benutzerfreundlichkeit profitieren.
4.0.Usability      4.1.Grundprinzipien      4.1.3.Checkliste: Grundsätze der Dialoggestaltung

4.1.3.Checkliste: Grundsätze der Dialoggestaltung

Die folgenden sieben Grundsätze der Dialoggestaltung reichen zwar in der Entstehung bis in das Jahr 1999 zurück, sind aber nach wie vor gültig.

  • Aufgabenangemessenheit
    Der Dialog unterstützt den Benutzer, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.
  • Selbstbeschreibungsfähigkeit
    Jeder einzelne Dialogschritt ist durch Rückmeldung der Anwendung unmittelbar verständlich oder wird dem Benutzer auf Anfrage erklärt.
  • Steuerbarkeit
    Der Benutzer ist in der Lage, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.
  • Erwartungskonformität
    Der Dialog ist konsistent und entspricht den Merkmalen des Benutzers, z.B. den Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, der Ausbildung und der Erfahrung des Benutzers sowie den allgemein anerkannten Konventionen.
  • Fehlertoleranz
    Der Benutzer kann das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand erreichen. Die Anwendung lässt den Benutzer trotz fehlerhafter Eingabe sein beabsichtigtes Ziel unter minimalem Korrekturaufwand erreichen. Fehlertoleranz in der Usability ist eine nahtlose Fortsetzung des Prinzips Fehlertoleranz in der Barrierefreiheit.
  • Individualisierbarkeit
    Die Anwendung lässt Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe, individuelle Vorlieben des Benutzers und Benutzerfähigkeiten zu.
  • Lernförderlichkeit
    Der Dialog unterstützt den Benutzer beim Erlernen des Systems und leitet ihn an
4.0.Usability      4.1.Grundprinzipien      4.1.4.Was macht ein System benutzerfreundlich?

4.1.4.Was macht ein System benutzerfreundlich?

Ein System ist benutzerfreundlich, wenn unter anderem...

  • Funktionen leicht erkannt werden können.
  • es offensichtlich ist, welche Aktion ausgeführt werden können.
  • erkennbar ist, welche Aktion gerade ausgeführt wird.
  • leicht erkennbar ist, ob das System den gewünschten Zustand aufweist.
  • Fehlermeldungen verständlich und lösungsorientiert sind.