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4.0.Usability

4.0.Usability    4.2.Dialogprinzipien

4.2.Dialogprinzipien

Benutzungsschnittstellen von interaktiven Systemen, wie Webseiten oder Software, sollten vom Benutzer leicht zu bedienen sein. Der Teil 110 der DIN EN ISO 9241 beschreibt folgende Grundsätze für die Gestaltung und Bewertung einer Schnittstelle zwischen Benutzer und System (Dialoggestaltung).

Die folgenden sieben Grundsätze der Dialoggestaltung reichen zwar in der Entstehung bis in das Jahr 1999 zurück, sind aber nach wie vor gültig.

  • Aufgabenangemessenheit: Der Dialog unterstützt den Benutzer, seine Arbeitsaufgabe effektiv und effizient zu erledigen.
  • Selbstbeschreibungsfähigkeit: Jeder einzelne Dialogschritt ist durch Rückmeldung der Anwendung unmittelbar verständlich oder wird dem Benutzer auf Anfrage erklärt.
  • Steuerbarkeit: Der Benutzer ist in der Lage, den Dialogablauf zu starten sowie seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.
  • Erwartungskonformität: Der Dialog ist konsistent und entspricht den Merkmalen des Benutzers, z.B. den Kenntnissen aus dem Arbeitsgebiet, der Ausbildung und der Erfahrung des Benutzers sowie den allgemein anerkannten Konventionen.
  • Fehlertoleranz: Der Benutzer kann das beabsichtigte Arbeitsergebnis trotz erkennbar fehlerhafter Eingaben entweder mit keinem oder mit minimalem Korrekturaufwand erreichen. Die Anwendung lässt den Benutzer trotz fehlerhafter Eingabe sein beabsichtigtes Ziel unter minimalem Korrekturaufwand erreichen. Fehlertoleranz in der Usability ist eine nahtlose Fortsetzung des Prinzips Fehlertoleranz in der Barrierefreiheit.
  • Individualisierbarkeit: Die Anwendung lässt Anpassungen an die Erfordernisse der Arbeitsaufgabe, individuelle Vorlieben des Benutzers und Benutzerfähigkeiten zu.
  • Lernförderlichkeit: Der Dialog unterstützt den Benutzer beim Erlernen des Systems und leitet ihn an.