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1.0.Einführung    1.4Usability & User Experience

1.4Usability & User Experience

Die Benutzerfreundlichkeit (Usability) einer Anwendung gilt heute als entscheidendes Qualitätsmerkmal und trägt langfristig zur breiten Akzeptanz eines Systems bei.

 

Jede moderne Benutzeroberfläche (UI) sollte einer Reihe von Regeln entsprechen, die zur Gewährleistung der Benutzerfreundlichkeit (Usability) beitragen. Usability ist nach DIN ISO 9241-11 ein Qualitätskonzept, das die folgenden Aspekte der Mensch-Computer-Interaktion umfasst:

  • Effektivität: Das effektive Merkmal adressiert die Genauigkeit und Vollständigkeit, mit der ein Benutzer sein Ziel erreicht und vom System unterstützt wird.
  • Effizienz: Der Begriff effizient bezeichnet den Ressourcenaufwand, der in Bezug auf die Genauigkeit und Vollständigkeit der Arbeit verwendet wird. Für das System bestimmt die Effektivität das Qualitätsniveau der systemgestützten Arbeitsunterstützung, die Effizienz hingegen, mit welchem Lernaufwand oder mit welchem durchschnittlichen Zeitaufwand eine Arbeitsaufgabe bewältigt wird.
  • Zufriedenheit: Das zufriedenstellende Merkmal charakterisiert schließlich die (positive) Einstellung und das emotionale Erlebnis (Joy of Use) eines Benutzers.
1.0.Einführung      1.4Usability & User Experience      User ExperienceWas ist User Experience?

User ExperienceWas ist User Experience?

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    1.0.Einführung      1.4Usability & User Experience      User Experience

    User Experience

    UX (user experience) erweitert das Konzept der usability um ästhetische und emotionale Faktoren wie ein ansprechendes, "begehrenswertes" Design, Aspekte des Vertrauensaufbaus oder der Freude bei der Nutzung.

    Nach DIN ISO 9241-210 umfasst sie alle Auswirkungen, die die Nutzung einer Benutzeroberfläche auf einen Benutzer vor, während und nach der Nutzung hat.

    1.0.Einführung      1.4Usability & User Experience      Dialogprinzipien

    Dialogprinzipien

    Teil 110 der DIN EN ISO 9241 beschreibt die folgenden Prinzipien für die Gestaltung und Bewertung einer Schnittstelle zwischen Benutzer und System (Dialogdesign):

    • Aufgabenangemessenheit
      Der Dialog hilft dem Benutzer, seine Aufgabe effektiv und effizient zu erledigen.
    • Selbstbeschreibungsfähigkeit
      Jeder Dialogschritt ist durch Rückmeldungen aus der Anwendung sofort verständlich oder der Benutzer wird auf Wunsch erläutert.
    • Steuerbarkeit
      Der Benutzer ist in der Lage, den Dialogablauf zu starten und seine Richtung und Geschwindigkeit zu beeinflussen, bis das Ziel erreicht ist.
    • Erwartungskonformität
      Der Dialog ist konsistent und entspricht den Bedürfnissen des Benutzers, z.B. den Kenntnissen aus dem Nutzungskontext, der Ausbildung und Erfahrung des Benutzers sowie den allgemein anerkannten Konventionen.
    • Fehlertoleranz
      Der Anwender kann trotz deutlich fehlerhafter Eingaben mit keinen oder minimalen Korrekturen die gewünschten Arbeitsergebnisse erzielen. Trotz der fehlerhaften Eingabe ermöglicht die Anwendung dem Anwender, das angestrebte Ziel mit minimalen Korrekturen zu erreichen. Die Fehlertoleranz in der Usability ist eine nahtlose Fortsetzung des Prinzips der Fehlertoleranz in der Accessibility.
    • Individualisierbarkeit
      Die Anwendung ermöglicht Anpassungen, die auf die Anforderungen der Aufgabe, individuelle Benutzerpräferenzen und Benutzerfähigkeiten abgestimmt sind.
    • Lernfähigkeit
      Der Dialog hilft dem Benutzer, das System zu erlernen und gibt Hinweise.

    Empfohlene Methoden & Tools

    ISONORM - Ein Tool, das zeigt, wie Anwender ein Produkt gemäß den Designprinzipien der ISO 9241/110 bewerten.TU Berlin - Fragebogen

     

     

    Dieser Beitrag wurde in Kollaboration mit dem Daimler internen UX Guide zusammengestellt. Daimler UX Guide (Die URL steht nur innerhalb des Daimler-Netzwerks zur Verfügung)